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Wochenende am Watzmann

Termin: 30.07.-01.08.10 

Auf Initiative von Andreas „Brummi“ Brummack unternahmen einige Abteilungsmitglieder (Conny Brummack, Waltraud Raidt, Michele Strenzke) und deren Freunde und Bekannte eine Bergtour in den Berchtesgadener Alpen.

Letztendlich trafen sich am Freitag Mittag 15 Leute an der Wimbachbrücke (620 m) in Hinterschönau, um dem König Watzmann auf das Haupt zu steigen. Erstes Ziel war das Watzmannhaus (1.930 m). Anfangs führte ein  kurzer Weg durch die Wimbachklamm. Hier konnte man bei heftigem Regen auch den tosenden Bach bewundern. Nach etwas mehr als der Hälfte des Aufstieges wurde an der Mitterkaseralm (1.394 m) eine willkommene Rast eingelegt. Wer wollte, konnte bei der freundlichen, älteren Wirtin mit warmen und kalten Getränken und Kuchen versorgt werden. Frisch gestärkt ging es weiter durch Nebel und Regen, auf steilem Pfad bis zum Watzmannhaus. Nach Bezug der Lager gab es im übervollen Gastraum das ersehnte Abendessen.

Wie vorausgesagt, hatte sich das Wetter über Nacht gebessert, so dass es ab 5:30 Uhr in der Hütte wieder rumorte. Die Bergsteiger, welche die Watzmann-Überschreitung planten, frühstückten zeitig und brachen dann bald auf. Michele ließ sich etwas mehr Zeit und begann nach dem Frühstück, ca. 6:45 Uhr mit dem Aufstieg. Er wollte über Hocheck (2.651 m) und Mittelspitze (2.713 m) bis zur Südspitze (2.712 m) klettern, dort umkehren und sich später wieder mit den anderen treffen. Ab ca. 2.500 m lagen rund 5 cm Neuschnee, die unter dem Schein der Sonne schnell wieder dahinschmolzen. Das Timing stimmte, die große Gruppe war ca. 8:30 Uhr gestartet und zu dem Zeitpunkt ebenfalls am Hocheck als Michele gegen 12:00 Uhr wieder dort vorbeikam. Die Anwärter für die Mittelspitzbesteigung legten gerade die Gurte und Klettersteigsets an und stiegen unter der Führung von Brummi und Dirk Heinecke in den versicherten Grat ein. Wer nicht mitwollte, begann den Abstieg zum Watzmannhaus. Später trafen sich dort alle wieder, verstauten die zurückgelassenen Sachen in den Rucksäcken und gönnten sich noch einen Imbiss. Frauen und Kinder zogen bald weiter über die Mitterkaser- zur Kührointalm (1.409 m), der nächsten Unterkunft entgegen. Die Männer wählten den direkten Weg über den Falzsteig. Beim leckeren Abendessen und gemütlichen Beisammensein konnte dann der Kalorien- und Flüssigkeitsverbrauch des Tages wieder ausgeglichen werden.

Am nächsten Morgen wanderten alle ohne Gepäck bis zum Aussichtspunkt Archenkanzel. Der wolkenlose, blaue Himmel ließ eine sehr gute Sicht auf den Königsee und St. Bartholomä zu. Bald darauf begaben sich die stolzen und zufriedenen Gipfelbezwinger auf den Weg ins Tal zur Wimbachbrücke, wo man sich wieder nach Hause oder in den anschließenden Urlaub verabschiedete.

Michele Strenzke

 
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