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Thema: 13. Schwalbe TOUR Transalp
   
Termin:  28.06. - 04.07.2015
Ort: Sonthofen im Allgäu
 

Die Schwalbe TOUR Transalp findet jährlich statt und ist eines der härtesten und spektakulärsten Mehrtagesradrennen für Hobbysportler in Europa.

In diesem Jahr starteten 550 Zweierteams aus 28 Nationen der Welt in Sonthofen im Allgäu und fuhren in sieben Etappen über Imst (AT), Davos (SUI), Livigno, Aprica, Kaltern, Trento nach Arco (alle ITA) am Gardasee. Auf den 886 Kilometern waren 21 Alpenpässe mit insgesamt 19.152 Höhenmetern zu bewältigen. Eine echte Herausforderung denn bei Etappenlängen zwischen ca. 92 und 143 Kilometern sitzen die Spitzenfahrer täglich zwischen drei und fünf, die tatsächlichen Hobbyfahrer zwischen viereinhalb und achteinhalb Stunden im Sattel.

Das Rennen wird während der ganzen Woche professionell und nahezu perfekt organisiert, angefangen von den Unterkünften in den Etappenorten, der Tagesplanung und Auswertung, bis hin zur Rennbegleitung und Verpflegung unterwegs. Entsprechend des zusammengerechneten Alters der Teammitglieder gibt es fünf Wertungskategorien: Herren, Masters 80+, Grand Masters 100+, Mixed und Damen.

Einen lang gehegten Traum erfüllte sich Denny Lange, SSV-Leichtathlet und seit vielen Jahren ambitionierter Rennrad-Fahrer. Da die Startplätze immer sehr begehrt sind, registrierte er sich Anfang Dezember 2014 sofort mit Freischaltung des Meldeverfahrens im Internet. Er hatte Glück und bald hielt er die Teilnahmebestätigung in den Händen. Dann folgte die Suche nach einem geeigneten Teampartner. Mit dem SSV-Triathleten Felix Oppermann konnte er einen gewinnen, der es ebenfalls gewohnt ist, auf dem Rennrad zu sitzen.

Im Frühjahr wurde dann fleißig trainiert, so dass beide erwartungsvoll dem Höhepunkt ihrer bisherigen Sportkarriere entgegenfieberten. Weil sie ahnen konnten, was eine Woche lang in den Alpen auf sie zukommen würde, galt als oberstes Ziel: „Gesund ankommen“.

Ende Juni war es soweit. Mit der Startnummer 138 und dem Teamnamen Commander Kiss K1, reihten sich Denny und Felix in das imposante Feld der ca. 1.100 Teilnehmer ein.

Am Ende der ersten Etappe (121 km, 2430 Hm) nach Imst wurde spätestens am Hahntennjoch vom Fahrerfeld die volle Bergtauglichkeit abverlangt. Hier galt es zum ersten Mal, sich durchzubeißen. Denny und Felix taten dies, auch wenn es besonders Felix recht schwer fiel. Im Ziel waren sie mit Platz 101 in der Kategorie Männer nicht wirklich zufrieden. An den folgenden Tagen kamen sie immer besser in Fahrt und konnten sich kontinuierlich verbessern.

Die zweite Etappe (135 km, 3.282 Hm) bot gleich zu Beginn mit der Pillerhöhe sportliche Herausforderung und auf dem weiteren Weg nach Davos mit dem wunderschönen Flüelapass zugleich landschaftliche Faszination.

Die dritte Etappe (133 km, 3.073 Hm) nach Livigno hielt mit dem Julierpass, dem Berninapass und der Forcola di Livigno lange Anstiege und die wohl schönsten Ausblicke der Tour auf die imposante Bergwelt bereit.

Auf der vierten, der so genannten Königsetappe von Livigno nach Aprica (143 km, 3.475 Hm) warteten auf das Peloton fünf Alpenpässe und mit dem 2.621 Meter hohen Passo Gavia, der höchste Punkt der Tour. Bei den beiden lief es nun immer besser. Sie verpassten an dem Tag sogar knapp das Siegertrikot in der Scott-Attack-Wertung. Hier wurden täglich die Teams geehrt, die auf der jeweiligen Etappe die meisten Gesamtwertungsplätze gut machen konnten.

Etappe fünf (136 km, 2.404 Hm) nach Kaltern war zwar lang, aber mäßige Anstiege und lange Abfahrten in das Val di Sole und durch das liebliche Val di Non mit seinem Obst- und Weinanbau machten es dem Fahrerfeld etwas leichter als an den Vortagen.

Die sechste Etappe (126 km, 2.219 Hm) in das malerische Trento führte durch das Etschtal und vorbei an den bekanntesten Weinlagen Südtirols und des Trentino. Leider gab es gleich kurz nach dem Start einen kleinen Rückschlag. Felix wurde in einen Sturz im hinteren Hauptfeld verwickelt und zog sich Prellungen und Hautabschürfungen zu. Trotz seiner Blessuren setzte er das Rennen fort und konnte die Etappe auch beenden.

Die letzte Etappe nach Arco am Gardasee (92 km, 2.269 Hm) war zwar relativ kurz aber drei Pässe, schmale Gebirgsstraßen und das Bestreben vieler Teams noch den einen oder anderen Wertungsplatz gut zu machen, forderten noch einmal alle Kraft und die volle Konzentration.

Am Ende erreichten insgesamt 883 Teilnehmer und Teilnehmerinnen das Ziel in Arco. Unter ihnen erschöpft aber glücklich Denny und Felix. Sie belegten den 90. Platz in der Teamwertung der Herren unter 80 Jahre. Vor der Tour hatten sie sich insgeheim zwar etwas mehr ausgerechnet, aber schlussendlich war es ein unvergessliches Erlebnis vor beeindruckender alpiner Bergkulisse mit vielen emotionalen Erlebnissen und neuen Bekanntschaften.

Weitere Informationen und Ergebnisse unter www.tour-transalp.de.

Michael Strenzke

 
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