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Thema: Erfolgreiches Duo beim TRANSALPINE RUN
   
Termin:  29.08.2015 05.09.2015
Ort: Allgäuer Oberstdorf  - Sulden

Der 11. GORE-TEX TRANSALPINE RUN ist Geschichte und das Team Naumburger Meister“ der SSV Eintracht Naumburg ist wieder wohlbehalten in der Heimat eingetroffen.

Ralf Neubauer (49) und Michael Strenzke (52) starteten in der Wertungskategorie Senior Master Men (36 Teams) und konnten auf den 8 Etappen durch die Alpen von Oberstdorf (D) nach Sulden (ITA), mit insgesamt rund 268 Kilometern Länge, sowie 16310 Höhenmetern im Aufstieg und 14532 Höhenmetern im Abstieg, überraschend gute Ergebnisse erzielen.

Geheimnis des Erfolges war neben der guten Vorbereitung auch eine kluge Renneinteilung auf den jeweiligen Etappen und über die gesamte Woche hinweg. So gab es keinen Tag, an dem sie einen Einbruch erlitten und wurden weitestgehend von Blessuren und Verletzungen verschont.

Die erste Etappe wurde bei über 30 Grad im Schatten gestartet und auch oberhalb von 2200 Metern Höhe waren es immer noch mehr als 20 Grad. Wegen der hohen Temperaturen begannen die Naumburger Meister“ eher defensiv und erreichten das Ziel in Lech (AT) als 89. der Gesamtwertung und AK-Platz 6. Die erholsame Abkühlung im eiskalten Lech war somit redlich verdient. Während unser Team noch ausreichend Reserven hatte, mussten bereits am ersten Tag einige Teilnehmer aus dem Rennen genommen werden, weil sie die Zeitlimits an den Kontrollpunkten überschritten hatten. Da auf den zwei folgenden landschaftlich sehr schönen Abschnitten nach St. Anton am Arlberg und Landeck die gleichen Witterungsbedingen vorherrschten, wurde aus dem gleichen Grund das Starterfeld nochmals drastisch reduziert. Ralf und Michael ließen sich davon aber nicht abschrecken, verfolgten ihre Taktik konsequent weiter und verbesserten ihre Platzierungen kontinuierlich.

Die Königsetappe nach Samnaun mit 45,7 Kilomtern Länge und 2861 Höhenmetern im Aufstieg forderte dann bei angenehmem Läuferwetter besonders an den Anstiegen und auf den letzten fünf hügeligen Kilometern alle Kräfte. Nach 7:05.05,3 h und äußerst zufrieden beendeten sie auf Tagesplatz 5/52 das Rennen und freuten sich sehr über den Besuch ihrer Naumburger Freunde Monika und Dieter Kneist. Diese begleiteten sie auch am so genannten Ruhetag“. An Ruhe war nicht wirklich zu denken, denn es stand der Bergsprint über 6,3 Kilometer und 731 Höhenmeter auf dem Programm. Da auf der kurzen Distanz kaum größere Zeitgewinne oder -verluste zu erwarten waren, wollten man die Sache ruhig angehen. Alle Teams starteten einzeln in umgekehrter Reihenfolge der Gesamtwertung mit 20 Sekunden Abstand. Leider hatte sich das Wetter über Nacht komplett geändert. Unangenehme Kälte ließ alle frösteln und ein Dauerregen verwandelte die steilen Bergpfade in Schlammrinnsale. Das ruhig angehen“ wurde alsbald vergessen. So erkämpften die Naumburger Meister (1:00.30,6 h, Rang 4/62) zur Freude des anfeuernden Fanclubs“ ihre beste Tagesplatzierung. Die sechste Etappe hielt mehr Höhenmeter im Abstieg (2690 Hm) als im Aufstieg (2064 Hm) bereit. Bei kühlem aber trockenem Wetter wurde besonders der steile Talschuss über Geröll und rutschige Wiesen hinunter nach Scuol (1450 Höhenmeter am Stück) zur Kräfte zehrenden und mentalen Bewährungsprobe. Langsam kam man nun seinem Kräftelimit näher. Zum Lohn verbesserte sich das Altherrenteam“ in der AK-Wertung auf den 5. Platz und hatte sich somit das Startrecht für den ersten Startblock erkämpft.

Auf das Läufercamp wartete dann noch eine spezielle Überraschung, denn man wurde in einen Zivilschutzbunker einquartiert.

Die vorletzte Etappe hielt einen grandiosen landschaftlichen Höhepunkt bereit. Angesichts des in den Fels gehauenen Trails durch die Uinaschlucht mit ihren steil abfallenden Wänden, waren Trittsicherheit und Schwindelfreiheit von Vorteil. In St. Valentin waren alle Strapazen schnell vergessen, denn die Fangemeinde hatte sich noch einmal um Michaels Frau und Tochter vergrößert.

Auf der achten und letzten Etappe wollten die Veranstalter das verbliebene Teilnehmerfeld (200 Teams) eigentlich noch einmal richtig leiden sehen. Vom Start aus waren zuerst 18 Kilometer und 600 Höhenmeter stetig bergab auf dem asphaltierten Etsch-Radweg zu absolvieren. Dann folgten 11 Kilometer mit wechselndem Profil und 500 Meter Höhengewinn. Als Zugabe war dann noch ein Anstieg über 8 Kilometer und 1600 Höhenmeter auf die hochalpine Tabarettascharte (2880 m), den höchsten Punkt des diesjährigen Rennens geplant, bevor es wieder 1000 Höhenmeter hinab ins Ziel gehen sollte. Bei der täglichen vorabendlichen Einweisung wurde den Teilnehmern jedoch verkündet, dass, wegen der Schneefälle der letzten Tage und nochmals angesagtem Neuschnee und Minusgraden in dieser Höhe, das Risiko für die zu dem Zeitpunkt bereits erschöpften Läufer zu groß wäre, die Scharte in Laufschuhen und leichter Bekleidung zu überschreiten. Entsprechend sei eine vorbereitete Ausweichroute markiert worden, die den Schlussan- und abstieg um ungefähr 600 Höhenmeter verkürzt. Die Entscheidung wurde von den Teilnehmern aus sportlicher Sicht natürlich bedauert, im Sinne der Sicherheit jedoch akzeptiert. Trotzdem wurde es noch einmal eine schwere Etappe, denn nach den zu hohem Tempo verleitenden Anfangskilometern gehörte der verbliebene Schlussanstieg mit zu den längsten, richtig steilen Passagen der Tour und die Route ins Tal wurde durch knöcheltief schlammige Wege gewürzt“.

Nach dem Zieleinlauf in der Suldener Tennishalle waren dann alle froh, die Strapazen überstanden zu haben. Ein Blick auf die Ergebnisliste steigerte die Freude unseres Duos nochmals. Die Naumburger Meister“ beendeten den 11. GORE-TEX TRANSALPIN RUN nach 39:51.39,6 Stunden und belegten unter allen 200 Finisher Mannschaften in der Gesamtwertung Platz 61. Mit Platz 5 in der Altersklasse errangen sie einen nicht vorhersehbaren Erfolg.

Bei der abschließenden Party wurden, wie jeden Abend, die Tages- und Gesamtsieger in den Altersklassen geehrt, sowie nochmals die Bilder und die Videos der vergangenen Tage gezeigt. Dann konnten alle, die das Ziel regulär erreicht hatten, ihr lang ersehntes Finisher-Trikot in Empfang nehmen und ausgelassen feiern.

Michael Strenzke

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