Klettern im Gaudlitzberg 08.09.2018

Klettern braucht kein Mensch, aber Mensch braucht Klettern…
Getreu diesem Motto haben sich ein paar Vereinsmitglieder am Samstag auf dem knochentrockenen und steppenartigen Gelände des Gaudlitzberges getroffen. Da Feuchtigkeit beim Klettern den Reibungskoeffizienten stark sinken lässt, kam uns die Trockenheit gerade recht. Wir genossen das wunderbare Frühherbstwetter. Zuerst im Schatten der Wand, später mit der Sonne im Rücken.

Die Vorbereitungskletterei wurde an Routen wie „Plitsch“, „Platsch“ und „Geile Keile“ betrieben.
Aber recht schnell stieg man in die harten Touren ein. Gerade diese mit Schönheitssternchen und Namen wie „See u Rana“, „Sonnengott“, „La Dolce Vita“, und „Seid breit“ lockten die gierigen Naumburger an, ihre ohnehin schon an den kleinen und zum Teil scharfkantigen Leisten zerfransten Fingerkuppen noch einmal in den Fels zu bohren. Dabei machten auch längere Pausierer oder Neubeginner wie Ricarda und Mathilda eine sehr gute Figur.

Zum Teil lagen hier und da noch obdachlose Steinchen auf den Bändern. Diese wurden von Ricarda sauber abgelesen und dem Sicherer entgegengeworfen. Nach dem Aufprall der Geschosse auf dem Boden wurde dann ordentlich vor dem fallenden Stein gewarnt. Was die unten Stehenden dazu veranlasste zu Erbitten den Abstand zwischen Warnung und Wurf etwas zu verlängern um wenigstens noch die schützenden Hände heben zu können.

Auch die 8 mitgereisten Nachwuchskletterer bis zum Alter von 10 Jahren erlebten einen traumhaften Tag. Dass man von Ihnen kaum etwas zu sehen, sondern nur immer mal ein paar Stimmen aus dem Wald hören konnte, versüßte auch den erwachsenen Kletterern das Dasein.

Die Kinder errichteten ihr Lager am Aufstieg zum Berg in einer großen, alten Baggerschaufel.
Diese wurde ausgepolstert mit den feinsten Moosen und gesichert mit allerlei Stöckern und Fallen. Bei Annäherung wurde man als Eindringling erkannt und schon mit Armbrust und Bogen empfangen.

In der Abendsonne stapften wir dann, mit Staubwolken zwischen den Beinen und dem Fels den Rücken kehrend zurück zum Parkplatz.

Auf der Heimreise mussten die trainierten Kletterfähigkeiten dann noch einmal angewendet werden. Es hieß: Birnen pflücken. Ein Sack mit 5 kg Birnen war die Beute und wurde sicher nach Hause gebracht.

 

Matthias

 

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